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Karibik Frank hat in seiner Bio viel zu erzählen!
Eine sehr ausführliche Biographie bietet der erst 22-jährige Stuttgarter Rapper, wenn ihr auf "mehr" klickt

Karibik Frank –der Name allein verspricht spannende Unterhaltung, zumal es nicht der einzige Name ist, unter dem der Rapper mit dem ausnahmslos großartigen Freestyle Talent seine mindestens ebenso genialen Studiotracks unter die Nation bringt. Dem aufmerksamen HipHop Hörer könnten bereits seine Alter-Egos Psychisch Frank, Franky Kubrick oder Big Frank begegnet sein, z.B. auf der im Jahr 2000 auf Kopfnicker Records erschienenen „Psychisch Frank“ EP (Staatsfeind Nr 1). Unter dem Synonym Franky Kubrick hat der im Sauerland geborene 22 jährige Frank Werker jetzt einen neuen Hammer gelandet, oder besser: 3 Hämmer - um genau zu sein. Um nämlich der HipHop Nation zu beweisen, dass deutschsprachiger Rap im Club eben doch so richtig bouncen kann, hat sich Frank zusammen mit dem Stuttgarter Gesangstalent Fetsum (Massive Töne „Stress“) zum Spaß einige US Hits vorgenommen und aus seiner Sicht interpretiert und auf Deutsch umformuliert. So entstanden in einer wahnwitzigen Studiosession, die mitten in den Aufnahmen zu seinem kommenden Debutalbum stattfand, die den Originaltracks in Wortwitz und Kalkül in absolut nichts nachstehenden Tracks „Du blutest voll“ (original: Snoop feat. Pharell „Beautiful“), „Lady in Love“ (original: Beyonce Knowles „Crazy in Love“) und „Zebrastreifen“ (original: Missy Elliot „Gossip Folks“).

Damit brachte Frank eine nicht enden wollenden Lawine an Begeisterungsstürmen und damit verbundenem breitem Interesse an seiner Person in’s Rollen. Insbesondere die Plattenfirmen klingeln Sturm und wollen Karibik Frank vertraglich binden. Die Welle nahm ihren Anfang bei den Freunden im Studio, rollte über die Leute im 0711Büro über den Server der zeitweise wegen Überlastung (!) lahm gelegten 0711hiphop.com Homepage, bis hin zu Radiohörercharts z.B. auf DAS DING, zu mehr Homepages (Blond, mzee und natürlich kazaa), ja sogar der Focus berichtete umgehend über das Phänomen des in Stuttgart lebenden Newcomers Karibik Frank. Auf www.blondmag.de wurde der Song sogar innerhalb von 4 Wochen sage und schreibe 87.000 Mal angehört. Ein Ende dieser Erfolgswelle ist nicht abzusehen und im Moment stehen die Zeichen so, dass sich “Du blutest voll“ zu einem Deutschlandweiten Tsunami entwickeln könnte, zumal es dieser Track den Videoregisseuren von Massive Töne so angetan hatte, dass sie kurzerhand eine „Coverversion“ des Originalvideos von Snoop feat.Pharell mit Frank und Fetsum gezaubert haben – für umme! Momentan ist der Clip ausschließlich im Netz zu sehen auf der u.g. Seite.

Der Dschungel der Rapper, die in Deutschen Startlöchern auf ihre Chance warten ist dicht und oft genug lohnt es sich nicht, genauer hinzuschauen. In Deutschland gibt es eben keine Ghettos, Morddrohungen, Schießereien und ähnliches, mit denen unsere US Kollegen sich so gerne zu profilieren wissen.
Doch Karibik Frank kann mit seinen doch recht jungen Jahren auf die ein oder andere Story und ein Quäntchen an Lebenserfahrung zurückzublicken:
Die Bildhaftigkeit, die sich heute in seinen Texten findet, zeichnete sich in den frühen Jahren eher als Graffitis an den Wänden seiner Heimatstadt ab. Was häufig zu Ärger führte, bis ihm dieser über den Kopf wuchs und irgendwann der Punkt erreicht war, bei dem Frank sein wahres Talent und seine Zukunft in der Legalität des Freestyle Rappens sah. Seine Bilder verpackte er fortan in Worte und das mit großem Ehrgeiz und rapide wachsendem Erfolg. Als er im Frühjahr `99 aus familiären Gründen nach Stuttgart zog, fiel der damals 18 jährige sofort auf – ob mit seinem eigenen Slang oder den kranken Geschichten, die er sich aus dem Handgelenk schüttelte.

"Mein Plan war, mir hier in Stuttgart erst mal einen Namen zu machen!“

Gesagt - getan. Egal ob bei den legendären „Open Mic Sessions“, die Mittwochs im Jugendhaus Mitte stattfanden, auf lokalen Jams oder vor HipHop Clubs wie dem 0711Club! „Überall, wo irgendwas ähnliches wie n Beat lief und ne handvoll Leute am Start waren, hab ich representet.“ Die Kopfnicker Macher Strachi und Schowi (Massive Töne) beschlossen ihn zu fördern.

Von dem Moment an, an dem er seinen Fuß in’s Boot von Kopfnicker Records setzte, wusste Karibik Frank auf ganzer Linie zu überzeugen. Mit Tracks auf dem Kopfnicker Album ebenso, wie auch mit Features, sowie seiner EP „Psychisch Frank“. Letztere bekam durchweg gute Kritiken (z.B. 5 Kronen in der Juice) und wurde von den Heads in der Szene als neue Art des Storytelling gefeiert! Karibik Frank schiebt eben einfach Filme, wie es sonst keiner tut. Seine Fähigkeit, Geschichten so zu erzählen, dass der Hörer „Kino im Kopf“ erlebt, hebt ihn von der Masse der MC’s ab, die den ganzen Tag fürchterlich viel reden, aber morgen schon wieder von gestern sind.

Auch on Stage hat Karibik Frank einiges zu bieten. Als Performer und Freestyler wurde er, nachdem er 2000 die Stylewars Freestyle Battle gewonnen hatte, beim Flash 2001 in Hamburg, beim Splash in Chemnitz und 2003 auf dem HipHop Open begeistert aufgenommen. Massive Töne nahmen ihn sogar als Support auf ihre legendäre MT3 Tour („the biggest Rock’n Roll Tour of all times“). Im Team mit seinen Live DJ Dan und seinem Backup Partner Plan-B bereist er beständig die HipHop Bühnen im deutschsprachigen Raum und auch in Zeiten der immer schlechter werden Plattenverkäufe und schlechter Konjunktur ist Franky Kubrick dabei, seine Stories auf duzenden Jams und Parties an den Mann bringen!

Seine Debut LP ist fertig! In den letzten 2 Jahren wurden fast 40 Tracks aufgenommen von denen voraussichtlich Ende dieses Jahres 17 Stücke als Album released werden. „Ich wollte was neues machen, etwas, was niemand von mir erwartet“ und Stoff für neues war reichlich vorhanden. So hört man Frank auf seinem Album das erste Mal über sich selbst erzählen, über seine kleine Familie – seinen mittlerweile 3 jährigen Sohn, der ihn hier und da schon mal auf der Bühne als „Breaker“ supportet, und seinen „Daily Struggle“.

Auch Party Tracks wird es auf dem ersten Karibik Frank Album geben. „Als ich Psychisch Frank aufnahm, ging es mir darum etwas zu bringen, was es so auf Deutsch noch nicht gibt. Also schlüpfte ich in alle möglichen Charaktere um jedes Mal aus einer anderen Sicht die illsten Stories zu erzählen! Diesmal geht es mir darum persönlicher zu werden, den Leuten zu zeigen, wer ich bin, aber auch einfach mal über den Beat zu flowen und zu representen, wie in alten Freestyle Zeiten!“
Ein kleiner Vorgeschmack mit dem Titel „5 vor 4“ findet sich auf dem Soundtrack zum Kinofilm „Besser als Schule“, der demnächst in den Deutschen Kinos zu sehen sein wird.

Die Beats für das Album wurden zum größten Teil von DJ Emilio und Schema produziert aber auch Yvan (Double Pact, Massive Töne „Cruisen“, ASD „Sneak Preview“), den Kroaten der Blackout Posse (Erick Sermon, Masta Ace) und DJ Release (3 P) steuerten einige Instrumentals bei. Der Hörer begleitet Frank auf seiner Reise vom Intro zum Outro durch komplett verschiedene Welten vom PS posenden Porsche Cruizer („Dreh dein Fenster auf“) über Geschichten aus der Nachbarschaft („Vidtoria’s Secrets“) bis zum nachdenklichen Daddy bei dem Song „Taub und Blind“.

Die erste Doppel A- Seiten Maxi "Rücken zur Wand / KA - Korrekter Abzug" zum Upcoming Album ist Anfang November in limitierter Auflage erschienen. Während Frank im Track "Rücken zur Wand" beschreibt, wie er sich täglich den Herausforderungen seines Alltag stellt, könnte man "KA- Korrekter Abzug" eher als witzige Homage an Knight Rider und alles was danach zu dem Thema fabriziert wurde bezeichnen. Bei "Rücken zur Wand" ist einmal mehr Fetsum gefeatured, der sein großes gesangliches Talent bereits auf Tour im Backround von Joy Denalane und auf "Stress" mit Massive Töne unter Beweis gestellt hat. Album und Single werden Anfang Juni in die Läden kommen.


http://www.karibikfrank.de

2004-03-23